Blasorchester Siebenbürgen – Drabenderhöhe e.V.

Aus der Chronik der Siebenbürger Trachtenkapelle Drabenderhöhe

Die Siebenbürger Trachtenkapelle wurde im Jahr 1966 gegründet. Zu dieser Zeit entstand die Siebenbürger Siedlung in Drabenderhöhe, in der Siebenbürger, die ihre alte Heimat verloren haben, ein neues zu Hause fanden.

In Siebenbürgen hatte fast jeder Ort eine eigene Blaskapelle und so wünschten sich die Menschen auch in der neuen Heimat einen Musikverein. Unter den ersten Siedlern, die nach Drabenderhöhe kamen, gab es 16 Musiker, die in Siebenbürgen in den unterschiedlichsten Ortschaften von Nord- und Südsiebenbürgen aktive Bläser waren. Sie schlossen sich zusammen und bildeten den Stamm der Siebenbürger Trachtenkapelle. Robert Gassner war seinerzeit der musikalische Leiter. Um die Nachwuchsförderung und den schnellen Aufbau der Musikkapelle bemühte sich Michael Pfingstgräf sen.

Am 26. Februar 1966 konnte sich die Trachtenkapelle zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen. 20 weitere Einsätze folgten. Das erste Kurkonzert fand 1967 in Wiehl statt.
Immer mehr Jugendliche meldeten sich in den folgenden Jahren im Verein an.

Und auch die musikalischen Einsätze stiegen kontinuierlich. Die Trachtenkapelle trat nun in vielen Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises auf, unter anderem in Marienheide, Nümbrecht, Ründeroth und der Kreisstadt Gummersbach.

Es dauerte nicht lange, bis die Trachtenkapelle auch über die Kreisgrenzen hinaus einen Namen hatte. Einsätze in Hamburg, Bielefeld, Bad Salzufflen, Nierswalde, Essen, Goch, Düsseldorf, Köln, Bonn, Berlin, Wuppertal und über die Landesgrenzen Salzburg und Munderfing sind in der Chronik verzeichnet.
Den Höhepunkt in der frühen Vereinsgeschichte bildete eine Konzertreise im Jahr 1972 durch die USA und Kanada. In den drei Wochen gaben die Musiker zehn Konzerte und legten rund 8000 Kilometer mit dem Bus zurück.

Im Jahr 1974 vertrat die Siebenbürger Trachtenkapelle den Oberbergischen Kreis beim
„Bergischen Tag“ im Rahmen der 600-Jahrfeier der Stadt Solingen. Im gleichen Jahr folgte eine
Konzertreise durch Rumänien, 1978 eine weitere nach England.

1976 brachten die Musiker unter der musikalischen Leitung von Michael Hartig ihre erste Schallplatte heraus. Robert Gassner war wegen Zeitmangels bereits 1974 aus der Kapelle ausgetreten. Die Musiker ernannten ihn einstimmig zum Ehrendirigenten. Michael Hartig gab den Taktstock im Jahr 1993 an Hans Frim weiter, der sie bis Juli 2002 musikalisch leitete und eine moderne Note ins Repertoire brachte. Michael Hartig wurde ebenfalls zum Ehrendirigenten ernannt und ist auch heute noch aktives Mitglied und dritter Dirigent.

Im Jubiläumsjahr besteht die Kapelle aus 38 aktiven Mitgliedern. Besonders hervorzuheben ist die effiziente Jugendarbeit des Vereins. Zehn Jugendliche sind bereits Mitglied in der großen Kapelle. 14 weitere werden zur Zeit von professionellen Lehrern ausgebildet. Mit dem ersten Dirigent Jürgen Poschner und dem zweiten Stefan Linder absolvieren die Musiker im Jahr etwa 35 Auftritte, unter anderem Kurkonzerte, Schützenfeste und Ständchen. Im Jahr 2003 brachte die Kapelle ihre erste CD heraus, die traditionelle Walzer und Märsche sowie Gesangsstücke und moderne Arrangements vereint.
Reinhard Lörinz leitet die Kapelle als erster Vorsitzender seit 1984. Zuvor hatten Ernst Salzer und Michael Baier die Geschicke des Vereins gelenkt.

Bianca Lange

Vereinigte Siebenbürgische Trachtenkapellen von NRW

Auf die Initiative von Michael Baier wurde 1956 der Zusammenschluss der Kapellen beschlossen. Seither finden regelmäßig Musikertreffen in den siebenbürgischen Siedlungen und in Wolfsburg statt.
Am 17. und 18. Juni 2006 treffen sich die Musiker zum gemeinsamen Musizieren in Drabenderhöhe. Dazu kommen als Gäste die Blaskapellen aus Elixhausen und Munderfing in Österreich. Zur Zeit ist Klaus Barthelmi aus Overath Vorsitzender dieser Vereinigung.
Zu den Vereinigten Siebenbürgischen Blaskapellen NRW gehören: Die Siebenbürgischen Trachtenkapelle Drabenderhöhe

Blasorchester Siebenbürgen – Drabenderhöhe e.V.

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