Jugendliche von Unbekannten nach Oktoberfestparty in Drabenderhöhe angegriffen

Zwei 16-Jährige sind am Freitagabend (6. Oktober) nach einem Besuch einer Oktoberfestparty im Park zwischen Altenheim und Grundschule in Drabenderhöhe von Unbekannten angegriffen und leicht verletzt worden. Die beiden Jugendlichen hatten sich gegen 23:40 Uhr in die Parkanlage begeben. Dort trafen sie auf zwei Unbekannte, die unvermittelt auf sie einschlugen. Aufgrund der Dunkelheit war den Geschädigten eine nähere Beschreibung der Täter nicht möglich. Wer Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, wird gebeten sich mit dem Kriminalkommissariat in Gummersbach unter der Rufnummer 021261 81990 in Verbindung zu setzen.

Spende für den Förderverein der Feuerwehr

Über eine Überraschung durfte sich der Förderverein der Löschgruppe Drabenderhöhe freuen. Zum Anlass ihrer Silberhochzeit spendete Fam. Krüger aus Drabenderhöhe eine nicht unerhebliche Summe an den Förderverein. Damit wird die Arbeit der Löschgruppe vor Ort unterstützt und verbessert, was letztlich allen Drabenderhöher Bürgern zu Gute kommt.


Von links nach rechts: 1. Vorsitzender des Fördervereins: Dieter Menning, Einheitsführer: Markus Pohl, Silberhochzeits-Paar: Susanne und Joachim Krüger, Feuerwehr Frau: Kira Fink, Stellv. Einheitsführer: Tobias Rode, Kassenwart Förderverein: Dieter Schmitz, 2. Vorsitzender des Fördervereins: Rainer Bellingrath

Dieter Menning, 1. Vorsitzender des Fördervereins: „Ein ganz herzlicher Dank gilt Familie Krüger für ihr vorbildliches Engagement. Die Kameraden und Kameradinnen der Löschgruppe Drabenderhöhe wünschen den beiden noch viele glückliche gemeinsame Jahre.“

Hans Otto Tittes: Gewusst, wo

Hans Otto Tittes Manchmal hört man ein Fremdwort, ohne es richtig zu verstehen, hat aber nicht den Mut nachzufragen, was es bedeutet, um nicht dazustehen wie „Pöttchen Doof“. Eine ähnliche Situation beschreibt hier Hans Otto Tittes und gibt auch eine elegante Lösung dazu:

Gewusst, wo
von Hans Otto Tittes

Ein Mann hat Obstipation.
Er meint, seit drei, vier Wochen schon.
Ein Freund weiß nicht, was dies bedeutet
und drauf zu Haus das Wort enthäutet:

Nimmt Ob er weg, bleibt Stipation,
dann streicht er Obst, bleibt Ipation;
weiß nicht, was das bedeuten soll,
weil all dies klingt geheimnisvoll.

Da sieht er das Fremdwörterbuch
und startet noch einen Versuch,
indem er nachschlägt unter O.
Und was er dann erfährt, klingt so:
Bei Obstipation steht dort
(Med.) Stuhlverstopfung – Klares Wort.

Und die Moral von der Geschicht:
Bei Fremdwörtern verzweifle nicht,
nimm Duden, Lexikon und Co. –
schlag nach – und schon hast du Niveau!

Ernteverein Drabenderhöhe: „Wir brauchen Eure Hände…“

Ernteverein Drabenderhöhe: „Liebe Höher, am Wochenende startet bekanntlich unser 60. Erntedankfest und damit das größte Fest für unser Dorf und die Höfe. Das feiern haben wir die letzten Jahre schon wieder fleißig gelernt, sodass wir uns über den Erhalt dieses Brauchtums zum Glück keine Gedanken mehr machen müssen.

Was dem Fest jetzt noch fehlt sind am Wochenende fleißige Hände, um das Fest auch reibungslos und für alle Seiten entspannt ablaufen zu lassen. Viele haben Ihre Mithilfe schon angeboten, aber es werden immer noch Hände gebraucht.

Daher bitten wir Euch, freitags zischen 16 – 17 Uhr, samstags von 09 – 13 Uhr oder sonntags gegen 9:30 Uhr am Kultushaus Drabenderhöhe zu sein. Wir finden bestimmt für jeden die passende Tätigkeit.

Ihr könnt Euch auch gerne unter 0163/6917170 direkt an Volker Stache wenden, wenn Ihr uns und dem Fest helfen möchtet. Auf ein tolles Fest wie im vorigen Jahr freut sich der Ernteverein Drabenderhöhe 1957 e.V.“

Volker Stache

Hans Otto Tittes: Ende der Reiselust im Alter

Hans Otto Tittes Die Reiselust der Alten ist im Wohlstand ungebrochen. Doch irgendwann ist mit allem Schluss, wie hier von Hans Otto Tittes kurz beschrieben:

Ende der Reiselust im Alter
von Hans Otto Tittes

Der Wohlstand macht die Alten jünger,
besonders die mit reichlich Geld,
denn voll gestopft mit „Pharmadünger“
sieht man sie jetten um die Welt.

Manch einer so dann munter reist
von Kontinent zu Kontinent,
und hört damit erst auf, vergreist
und auch dazu inkontinent.

Test-Ampelanlage geht wieder in Betrieb

Die Kreuzung an der Kirche in Drabenderhöhe war in der Vergangenheit schon des Öfteren Gegenstand von Beschwerden und Überlegungen, wie man die Geschwindigkeit der PKW senken und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erhöhen kann. Stationäre Radaranlagen kamen nicht in Frage, weil es kein Unfallhäufungspunkt ist, ein Kreisverkehrsplatz scheitert schlichtweg am mangelnden Platz.


Foto: Christian Melzer

So kamen der Landesbetrieb Strassen NRW und die Stadt Wiehl überein, dass möglicherweise eine Ampelanlage das Gleichgewicht zwischen der Leichtigkeit und Sicherheit des Straßenverkehrs herstellen könnte. Die Anlage wurde inzwischen installiert und ging am 20.06.2017 in ihren Testbetrieb, der insgesamt sechs Monate dauern soll, um repräsentative Erfahrungen sammeln zu können.

Bisher gestaltete sich dieser Testbetrieb allerdings holprig, da es immer wieder in Richtung Brächen zu langen Warteschlangen kam und zuletzt für die „Alte Kölner Str.“ nur noch Dauerrot angezeigt wurde. Ursache: die beauftragte Spezialfirma für Signaltechnik bekam bislang die Steuerungssoftware für die Ampelanlage nicht korrekt eingestellt. Aus diesem Grund ist die Anlage aktuell auch ausgeschaltet.

In den kommenden Tagen führt eine von der Ampelanlage unabhängige wichtige Baustelle der Agger-Energie dazu, dass sich die Inbetriebnahme der Testanlage bis zum 27. Juli verzögert.

Dann aber soll sie mit neuer Software und geänderten Schaltzeiten wieder in Betrieb gehen. Die Grünphasen sollen dann so austariert sein, dass der Verkehr zügig und gleichmäßig ablaufen kann.

Der Landesbetrieb und die Stadt Wiehl werden die Testphase auch vor Ort regelmäßig beobachten und – falls erforderlich – die Schaltzeiten auch noch nachjustieren. Nach der Testphase werden Landesbetrieb und Stadt gemeinsam überlegen, ob die Ampelanlage an dieser Kreuzung zielführend und sinnvoll ist oder nicht.

Anregungen, Lob und Kritik der Bürgerinnen und Bürger werden in diesem Verfahren berücksichtigt, solange sie sich nicht ausschließlich auf die Phasen der bekannten Fehlfunktionen der Anlage beziehen.

Vätertreff des Jugendheims Drabenderhöhe: Besuch des Deutschlandfunks

Der Vätertreff des Jugendheims Drabenderhöhe besuchte auf Initiative von Carsten Bockemühl, einem der Väter, das Funkhaus des Deutschlandfunks in Köln.

In der Südstadt angekommen wurde die Gruppe von Bockemühls Bekanntem Torsten Pawils, dem Leiter der IT-Abteilung des Deutschlandfunks, begrüßt. Er führte die Drabenderhöher durch das markante Sendezentrum. Nach einer allgemeinen Einführung ging es zuerst in ein Radiostudio, in dem Pawils den genauen Ablauf einer Radiosendung erklärte. Danach durfte die Gruppe in die Sendeleitung, das Herzstück des Radiosenders. Sie erfuhren, dass der DLF als einzige Radiostation in Deutschland den staatlichen Auftrag hat, eine 24-stündige Notversorgung aller Haushalte mit Radio in einem Krisenfall sicher zu stellen. Dazu verfügt der DLF über eine Infrastruktur, mit der er über 3 Monate ohne Strom oder ähnlichem von außen rund um die Uhr autonom senden könnte.

Im Serverraum, der danach begutachtet wurde, und in weiteren Studios konnten die Besucher die Technik erleben, die von Pawils genau erklärt wurde. Er ging auf jede Frage ein und nahm sich viel Zeit für die Besuchergruppe. Am Ende gab es für alle noch ein besonderes Highlight. Nachdem die Nachrichtenredaktion, weitere Redaktionsräume sowie der Kammermusiksaal des Funkhauses besichtigt waren, ging es noch in ein Hörspielstudio mit angegliederter „Geräusche-Herstellung“. Hier wurde deutlich, wie viel Handarbeit in einem Hörspiel steckt, das man im Radio erleben kann.

Sozialarbeiter Holger Ehrhardt vom Jugendheim dankte Torsten Pawils zum Abschluss für die tolle und informative Tour. Und wer weiß, vielleicht läuft seit der Besichtigungstour öfters mal bei dem einen Mitfahrer oder der anderen Mitfahrerin eines der Programme des „Deutschlandradios“.

Susanne Kräutner wird 90 Jahre alt

Die Liebe zur Heimat, zur Musik und zum Theaterspiel begleitet die Drabenderhöherin Susanne Kräutner bis heute. Immer wieder greift die am 14. Juni 1927 in Botsch/Siebenbürgen geborene alte Dame zum Stift, schreibt Worte auf, „die nur so aus meinem Kopf purzeln und in die Feder fließen“. Worte aus denen Geschichten, Gedichte, Lieder und Theaterstücke wurden. „Das hat mich geistig fit gehalten“, sagt Kräutner lebhaft, die das 90. Lebensjahr vollendet.


Susanne Kräutner – Foto: Christian Melzer

Mit dem Singspiel „Ein Jahr im Weinberg“, der „Botscher Hochzeit“ oder der sächsischen Operette „Die schönsten Jahre daheim“, brachte die Hobbyschriftstellerin Brauchtum auf die Bühne, um „die Erinnerung an mein Dorf, meine Heimat lebendig zu halten“. Damit drücke sie kein Heimweh aus, sondern innere Verbundenheit mit dem Fleckchen Erde, an dem sie das Licht der Welt erblickte und aufgewachsen ist. Seit 1978 wohnt sie mit ihrer Familie in Drabenderhöhe, habe hier schnell ein neues geborgenes Zuhause gefunden. Mit großem Erfolg wurden einige ihrer Stücke von der Theatergruppe des Honterus-Chores unter anderem in Drabenderhöhe, beim Heimattreffen in Dinkelsbühl, im österreichischen Elixhausen und Wels aufgeführt.

Susanne Kräutner war Zeitzeugin von Flucht und Evakuierung im September 1944. Ihre Eindrücke, Erlebnisse und Rückkehr nach Siebenbürgen beschreibt sie in einem kleinen Buch „Botsch nach dem Krieg 1945“, das sie 1992, wie auch andere, im Eigenverlag herausgab. Als in Drabenderhöhe 2016 das 50-jährige Bestehen der Siedlung gefeiert wurde, stand die 89-Jährige auf der Bühne und las aus ihren Erinnerungen an diese schwere Zeit. Voller Respekt erhoben sich nach dem eindrucksvollen Vortrag einige hundert Zuschauer und applaudierten der betagten Zeitzeugin.

„Schreiben ist meine größte Leidenschaft, bringt mir Beruhigung auch in schweren Stunden“, verrät die alte Dame, die noch fast täglich ihre Gedanken zu Papier bringt. Zuletzt schrieb sie: „Das Herz einer Mutter ist ein Diamant“, ein Gedicht eigens für die Muttertagsfeier des Frauenvereins in 2017. Wie so viele Kinder ihrer Generation musste die junge Susanne, geborene Hartig, nach Besuch der Schule der Mutter im landwirtschaftlichen Betrieb helfen: „Ich ackerte mit Pferd und Ochse auf den Feldern.“ Der Vater, Johann Hartig, war als „der Kapellmeister von Botsch“ bekannt. Wegen ihrer schönen Stimmen wurden Susanne und ihre zwei Jahre ältere Schwester Maria die „Botscher Nachtigallen“ genannt, erzählt die 90-Jährige, die gemeinsam mit Vater und Schwester bei Festen und Veranstaltungen auftrat. Schon als junges Mädchen habe sie mit Kindern kleine Theaterstücke und Singspiele improvisiert und einstudiert. Bereits 1968 veröffentlichte eine in Siebenbürgen erscheinende Zeitschrift ein Portrait, in dem es unter anderem heißt: Susanne Kräutner habe ihren Landsleuten sehr viel Schönes geboten und das nicht nur aus irgendeinem Geltungsdrang heraus, sondern einfach aus Freude an der Freude anderer.

1950 heiratete Susanne Ehemann Michael Kräutner, gebar ihm zwei Kinder, Manfred und Susanne, die unter Regie der Mutter ebenfalls auf der Bühne standen. Elf Jahre arbeitete die Jubilarin noch bei der Firma Sarstedt, wo man sie „Dichterin für Gelegenheitsverse“ nannte. Auf Bestellung habe sie zu Geburtstagen, Jubiläen und Weihnachtsfeiern kleine Verse geschrieben.

Ursula Schenker

Hans Otto Tittes: Tiefschwarz

Hans Otto TittesIst es wohl nur abgrundtiefer Pessimismus oder Realität, die dieser Patient hier äußert, fragt Hans Otto Tittes.

Tiefschwarz
von Hans Otto Tittes

Ein alter Mann, dem es schon länger
sehr schlecht geht, sagt zu seinem Freund,
als der ihn fragt nach dem Befinden:
„Ich seh‘ von Unheil mich umzäunt.“

Der Freund, besorgt, hakt nochmals nach.
Drauf kommt die Antwort voller Sorgen:
„Heut geht’s mir schlechter schon als gestern,
doch sicher besser noch als morgen!“