Frauengruppe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen (Frauenverein)

Im Folgenden möchte ich einiges über die vergangen 40 Jahre erzählen:
Meine Gründerin war Elvine Gusbeth. Sie hat mich 1966 ins Le-ben gerufen. Damals war die Sie-benbürger-Siedlung „Drabenderhö-he“ noch klein und deshalb bestand ich nur aus 18 Personen.

Der Grundgedanke meiner Gründerin war, Sitten und Brauchtum aus Sie-benbürgen hier weiter zu führen Da nur wenige Mitglieder zu mir ge-hörten, konnten ich Angebote durchführen wie zum Beispiel Netzarbeiten, Trachtenstickereien, Verzierungen von Weihnachtsge-bäck, größere und längere Aus-landsfahrten und anderes mehr. Die Jahre meiner Kindheit und Jugend habe ich im Aufbau-Eifer der Sied-lung miterlebt und bin kräftig ge-wachsen und…….. heute bin ich wirklich groß. Über 600 Frauen ge-hören zu mir. Sie kommen aus dem Ort, aus Gummersbach, Lindlar, Köln, Mülheim/Ruhr und sogar aus Österreich.

Meine Mitglieder sind zwischen 20 Jahre und bis weit über 90 Jahre alt. Das finde ich gut. Betreut werde ich ständig von einem mittlerweile zehnköpfigen Team, das viel Arbeit damit hat. Es darf für mich drei große Feiern pro Jahr ausrichten:

Zuerst werde ich ganz verrückt und feiere Weiberfastnacht in guter rheinischer Art mit der überwie-gend jungen Generation. Besinn-lich wird es mit mir bei den Mut-tertags- und Weihnachtsfeiern. Be-sonders freue ich über die Mitwir-kung vieler Kinder und Jugendli-cher, die meine Feste entscheidend bereichern. Ein ebenso wichtiger Teil sind meine Jahresfahrten, die sich aus Wochenend-, Tages- und Halbtagesfahrten zusammensetzen. Wichtig ist es für mich, dass jeder, ob jung oder alt, mitmachen kann. Ich war z. B. mit einer Gruppe schon in Erfurt im Thüringer Wald. Mit ganz vielen war ich in Straß-burg und Luxemburg. Dort gibt es durch die Führungen immer viel zu sehen und zu lernen. Mit meinen älteren Freundinnen machte ich mich nach Limburg auf den Weg und zum Drachenfels. Dann gibt es immer einen leckeren Kuchen zum Kaffee oder eine schöne Schifffahrt Dies ist nur ein kleiner Auszug von meinen vielen schönen Fahrten.

Natürlich treffen wir uns auch monatlich. Hier stehen ganz ver-schiedene Themen im Mittelpunkt: Mal ist es ein geschichtlicher Vor-trag über das Leben im Oberbergi-schen Kreis, ein anderes mal gibt es Aufklärung über gesunde Ernährung, über Carmen Sylva, eine Königin und Dichterin, über Moldauklöster und Siebenbürgen, ein Reisebericht von Gus Schneider und vieles mehr.

Bewirtungen von Gästegruppen gehören auch zu meiner Aufgabe. Egal wer kommt, ob Bundespräsi-denten, Senioren und Besucher-gruppen der Stadt Wiehl. Ich be-wirte sie alle nach siebenbürgischer Art mit Hanklich, Baumstriezel und Schmalzbroten.

Roman Herzog sagte zum Bei-spiel: „Ich muss jetzt Schluss ma-chen, damit ich die leckeren Kuchen des Frauenvereins probieren kann.“
Ich schenke und spende bei den verschiedensten Anlässen: Geschenke zur Muttertags- und Weihnachtsfeier an alle Mütter und Mitfeiernden, Babyschuhe für alle Neugeborenen, Aufmerksamkeiten für meine älteren Jubilare, bei Todesfallen ein letzter Gruß und anderes mehr.
Als eine meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich die monatlichen Besuche im Altenheim mit selbstgebackenem, siebenbürgischen Kuchen, wo viele Kontakte entstehen und gepflegt werden.

Nicht unwichtig ist für mich das sinnvolle Spenden für ganz ver-schiedene Projekte. Geldspenden für Schulen, Jugendarbeit, Unter-stützungen für Kinderspielplätze und krebskranke Kindern, Zu-wendungen an die Bibliothek in Gundelsheim, Studienhilfen für Kinder in Rumänien. Vieles könnte ich noch aufführen.

Mit diesem Bericht konnte ich nur einen kleinen Überblick an-reißen. Viele meiner Mitglieder und Nachbarmütter werden mir und meinem Team hoffentlich auch weiterhin hilfreich zur Seite stehen, so dass ich auch in Zukunft: viel Freude und Hilfe weiter geben kann.

Der Frauenverein

Kontakt:
Käthe Lutsch
Kokeltal 8
51674 Wiehl
Tel. 02262 / 1419

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