Unterhaltsames Konzert des Drabenderhöher Frauenchores: Regine Melzer für 20 Jahre Chorleitung geehrt

Ein kurzweiliges und unterhaltsames Konzert boten die Sängerinnen des Frauenchores Drabenderhöhe zu Ehren ihrer Dirigentin Regine Melzer für 20 Jahre Chorleitung am Sonntag, den 12. März 2017 im Gemeindehaus Drabenderhöhe.


Foto: Christian Melzer

20 Jahre Regine Melzer, das ist ein Grund sich zu erinnern und entsprechend zu würdigen, deshalb wurde das Konzert unter das Motto „Jahre kommen – Jahre gehen“ gestellt.

Sämtliche Beiträge des Frauenchores wurden auf Wunsch von Regine Melzer ausgesucht, eine Zeitreise der vergangenen 20 Jahre.

Gestartet wurde mit dem Chorwerk „Die Welt ist voller Wunder“, es folgten „Zeit ist ein Geschenk“ und „Die Bimmelbahn“, immer ein Garant für Begeisterung im Saal. Mit „Lieber Mann im Monde“ war der erste Teil des Konzertes für die Sängerinnen abgeschlossen.

Die eingeladenen Gäste, das Dominial Quartett der Firma Kind & Co. unter der Leitung von Konrad Ossig und das Blechbläser-Ensemble der Musikschule der Homburgischen Gemeinden unter der Leitung von Johann Salmen trugen erheblich zur guten Unterhaltung und zu musikalischem Hochgenuss bei.

Insbesondere die Vorträge der jungen Musiker des Blechbläser-Ensembles erinnerten schon fast an einen Bigband-Sound und die Solo-Sänger des Dominial Quartetts eroberten sofort die Herzen der Sängerinnen und des Publikums.

Im zweiten Teil trugen die Sängerinnen neueres Repertoire vor; das waren „Wir alle sind Engel füreinander“ (Schürzenjäger) und „I have a dream“ von Abba. Zudem studierte Regine Melzer mit den Sängerinnen innerhalb weniger Wochen zwei weitere neue Stücke ein, die konzertreif vorgetragen wurden: „Hallelulja“ von Leonard Cohen und „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“ von Grote/Thibaut. Hier hatten die Sängerinnen plötzlich dermaßen trockene Kehlen, so dass doch tatsächlich noch ein echtes Likörchen zur Linderung auf die Bühne gebracht werden musste.

Nach Beendigung des Konzertes gab es im Foyer des Gemeindehauses einen gemeinsamen feuchtfröhlichen Ausklang mit allen Gästen, Freunden und Besuchern.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Weiberfastnacht: Närrinnen ließen es krachen

An Weiberfastnacht ließen es die toll kostümierten Närrinnen im Kulturhaus so richtig krachen. Mit Klatschmarsch und „He, he, sie kommen“ begrüßten die Wiever gleich zu Beginn den Elferrat, der einen fantastischen Einmarsch hinlegte: Die elf Damen tänzelten mit Achterbahn-Bobs in den Saal und lösten einen Sturm der Begeisterung aus.


Foto: Christian Melzer

„Sechs Wochen haben wir an den Bobs gearbeitet und viel Spaß dabei gehabt“, verrät Adelscheid Scheip, Vorsitzende des Frauenvereins, die mit großer Unterstützung von Seiten der Mitglieder wieder ein tolles Programm bieten konnte. Als Eisbrecher fungierten Ilse Bartesch mit dem Lied „Mich hat ein Engel geküsst, der mir erschienen ist“ und Brigitte Opatzki in der Bütt, die über die Wechseljahre sprach, „wo Frau aus jeder Pore der Schweiß fließt“. Die „Line Dancer“ heizten dem Publikum mit ihren Tänzen ein. Wie immer ein Brüller: Annemarie Schapper mit roter Perücke, Matrosenhut und Clownshemd. Sie stapfte über die Bühne, trällerte dazu „Pack die Badehose ein“. Im nächsten Jahr will sie nicht mehr mit machen. „20 Jahre reichen, jetzt ist Schluss!“, verkündete sie. Schade!

Die Kosten für den medizinischen Neutralisator, eine wahre Wundermaschine, übernehmen zukünftig die „Krankenkasse der Siebenbürger Landsmannschaft und die BKK Nösnerland“ verkündete der Club 3 mit Ärztin Opatzki. Barbara Schönweiß, bei der das Hightech-Gerät schwere Zuckungen auslöste, sorgte für Lachsalven. Super auch die „Märchenstunde“, gestaltet vom Creativ-Cafe u.a. mit Adelheid Hann, Regina Kasper und Elke Hihn, die als böse Stiefmutter Schneewittchen und den Siebenbürger Sexzwergen nachstellte.

Für Kathi Fink war es eine Premiere, als sie zum ersten Mal mit Ulla Schenker als Duo „Frau Struwwelig und Frau Babbelig“ auf der Bühne stand. Sie löste Kathi Nickel ab, die nach 20 Jahren aufhörte. Das Geschwafel der Putzfrauen war, wie immer, ein Knaller. Mit Freya Kaltenbach als „Antonia“ und den „Sparmaßnahmen im Altenheim“, serviert von Hermine Fuss, Kathi Buchholz, Waltraud Orben, Elke Hihn und Adelheid Hann (Club 3) ging ein ausgelassenes und buntes Programm zu Ende. Andreas Melzer und Carmen Falk sorgten mit karnevalistischen Liedern für gute Stimmung bis zum Ende. Für alle Mitwirkenden gab es aus der Hand der Elferratsvorsitzenden Hannelore Brabender einen Orden: Einen kleinen Feigling. Prost!

Ursula Schenker

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Vorweihnachtliche Musik des Honterus-Chores

Mit den Liedern „Still zünden wir ein Licht nun an“ und „Advent ist ein Leuchten“ von Lorenz Maierhofer eröffnete der Honterus-Chor unter der Leitung von Regine Melzer sein Konzert am vierten Adventsonntag in der evangelischen Kirche in Drabenderhöhe.


Foto: Christian Melzer

Zuvor hatte Pfarrer Frank Müllenmeister die Besucher begrüßt und ein Gebet gesprochen. Viel Freude bereiteten den Zuhörern die jungen Musikerinnen und Musiker der Kölner Musikhochschule Emi Noda an der Orgel und am Klavier, Tobias Gubesch mit der Klarinette und Benjamin Müllenmeister an der Querflöte mit ihren Solostücken klassischer Musik.

Dazwischen wurde „Die Weihnachtsgeschichte – Brieger Christnacht“ des schlesischen Komponisten Max Drischner dargeboten, die er während seiner Amtszeit in Brieg 1944 komponiert hatte. Es ist eine gesungene Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium für Solo, Chor und Orgel. Zwischen den harmonischen Chorsätzen erklang engelhaft die zarte Stimme der siebenjährigen Marie Dörr und auch die Musikstudentin Katharina Fuchs aus Köln begeisterte mit ihrem wohlklingenden Mezzosopran.

Zum Abschluss sang der Chor noch die bekannten Weihnachtslieder: Alle Jahre wieder, Leise rieselt der Schnee, Kommet ihr Hirten, Süßer die Glocken nie Klingen und Stille Nacht. Das Publikum dankte mit viel Applaus und die Vorsitzende des Chores, Anneliese Hüll, bedankte sich bei allen, die zum Gelingen dieses stimmungsvollen, weihnachtlichen Konzertes beigetragen hatten. Da die die Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheimes nicht mehr am Konzert in der Kirche teilnehmen können, singt der Chor jedes Jahr am darauffolgenden Abend in der Kapelle des Hauses Siebenbürgen die im Konzert aufgeführten Liedern für sie. Dankbar summen viele von ihnen bekannte Weihnachtslieder mit.

Dankbar und zufrieden blicken auch die Sängerinnen und Sänger mit ihrer Dirigentin Regine Melzer auf ein erfolgs-und einsatzreiches Jahr zurück, auf das Jubiläumsjahr zum 50 jährigen Bestehen des Honterus-Chores.

Enni Janesch

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Puer Natus am Turm der Erinnerung

Zahlreiche Besucher waren der Einladung des Adele-Zay-Vereins, des Hauses Siebenbürgen, der Kreisgruppe Drabenderhöhe und der Heimatortsgemeinschaft Scharosch in den weihnachtlichen geschmückten Robert-Gassner-Hof gefolgt.


Foto: Christian Melzer

„Puer natus“ – diese stimmungsvolle Brauchtumsveranstaltung in der Weihnachtzeit gehört nun seit 2004 zum traditionellen Jahresprogramm in Drabenderhöhe. Wenn die Bläser des Blasorchesters Siebenbürgen-Drabenderhöhe vom Turm der Erinnerung „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ blasen, stimmen die Anwesenden mit ein.

Der stellvertretende Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins, Pfarrer i. R., Hans Klein, las die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 vor. Heimleiter, Friedrich Barth Pfarrer a. D., ging in seiner Ansprache auf den weihnachtlichen Brauch ein, der aus Scharosch in Siebenbürgen in Drabenderhöhe angekommen ist und hier nun Wurzeln geschlagen hat. Er sprach auch über die Bedeutung des Weihnachtsfestes und der Geburt Jesu Christi für uns Christen und die Gefährdung des Friedens in der heutigen Zeit. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen Gesänge in lateinischer und deutscher Sprache, die von der Geburt des „Kindes“ berichten, abwechselnd von den Kindern und der Gemeinde gesungen.

„Puer natus in Bethlehem- Ein Kind geboren in Bethlehem“ „Lasst uns freuen und jubilieren, mit den Engeln triumphieren, Christ den Herren König zu ehren in diesem neuen Jahr“, heißt es im gemeinsam gesungenen Refrain. Die kleinen Sängerinnen und Sänger von den „Drabenderhöher Spatzen“ begeisterten mit ihren zarten Stimmen und den gut gekonnten lateinischen Liedtexten.

Die Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe, Enni Janesch, dankte dem Blasorchester Siebenbürgen- Drabenderhöhe unter der Leitung von Michael Schumachers, den Drabenderhöher Spatzen und dem Honterus-Chor unter der Leitung von Regine Melzer sowie allen Anwesenden, die durch ihr Mitsingen der dazugehörenden, bekannten Weihnachtslieder in das Geschehen eingebunden sind. Sie wünschte allen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Familien aus Scharosch bedankten sich bei den Musikern mit Glühwein, Kipfeln und Nussstriezel. Eingestimmt auf das kommende Weihnachtsfest ließen die Besucher in den wohlig warmen Räumen des Hauses Siebenbürgen mit Glühwein, Schmalzbrot und Hanklich den Abend ausklingen.

Enni Janesch

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Weihnachtsmarkt unter dem Turm der Erinnerung

„Macht die Türen auf, macht die Herzen weit“, laut schallten die hellen Kinderstimmen durch den Robert-Gassner-Hof. Mit roter Nikolausmütze auf dem Kopf eröffneten die Drabenderhöher Spatzen unter Leitung von Regine Melzer den Weihnachtsmarkt, der zum dritten Mal unter Federführung des Alten- und Pflegeheims Haus Siebenbürgen-Drabenderhöhe stattfand.


Foto: Christian Melzer

Ulrike Horwath, Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins (Träger des Altenheims) eröffnete unter dem Turm der Erinnerung den Weihnachtsmarkt und freute sich über die vielen Besucher. Ihr Dank ging an die Aussteller, die mit ihren Angeboten zur weihnachtlichen Atmosphäre beitrugen. Michael Schell, Erster Beigeordneter der Stadt Wiehl, überbrachte Grüße von Bürgermeister Ulrich Stücker, der in der Partnerstadt Crimmitschau weilte. Er wünschte der Veranstaltung, bei der sich auch die Ortsvereine präsentierten, einen guten Verlauf und eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Aufgeregt und mit leuchtenden Augen standen derweil die kleinen Sängerinnen und Sänger neben dem großen Weihnachtsbaum, sangen „Es macht Klingeling und Hohoho“, da kam auch schon der Nikolaus um die Ecke. Als er Süßigkeiten verteilte, gab es auch für die Kleinsten unter den Besuchern kein Halten mehr, sie stürmten auf die Wiese, umringten den Heiligen Mann, der nur „liebe und brave Kinder“ sah.

Gleich neben dem Weihnachtsbaum stand ein kleines Zelt. Heidi Melzer und Adda Grün vom evangelischen Kindergarten saßen auf Heuballen und lasen den Kids Weihnachtsgeschichten vor, unter anderem aus dem Buch „Das allererste Weihnachtslied“. Währenddessen schlenderten die Erwachsenen über den Markt, schlürften Glühwein und trafen sich zu nachbarschaftlichen Gesprächen. Über allem lag der Duft von frisch gegrillten Köstlichkeiten.

Das Altenheim selbst machte fleißig Reklame für das neue „Cafe 7“, das am 8. Januar 2017 um 14 Uhr eröffnet werden soll und neben Kaffee und Kuchen auch Eis servieren will. Zur Neueröffnung wurden Lose verkauft. Erster Preis: Kaffee und Kuchen für zehn Personen.

Ursula Schenker

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Katharinenball in Drabenderhöhe: „Ein Schelmenstück par excellence“

„Ein Schelmenstück par excellence“ versprach Regisseurin Gerda Gusbeth den Besuchern im vollbesetzten Kulturhaus. Und das war es auch. Mit dem Schwank „Der Gohrmert“ (Der Jahrmarkt) von Jupp Jasper und von Wilhelm Meiter in siebenbürgisch-sächsische Mundart übersetzt, sorgte die Theatergruppe des Honterus-Chores an zwei Abenden für Aufführung mit lustigen Dialogen, Missverständnissen und Überraschungen.


Fotos: Christian Melzer

Die Laiendarsteller waren nach 21 Proben in Höchstform. Die Geschichte vom Bauern Thummus (Thomas), der auf den Gauner Pitz hereinfällt, weil dieser ihn auf dem Jahrmarkt seine eigene Kuh verkaufen lässt, sorgte für unglaubliche Verwicklungen und bei den Besuchern für Gelächter am laufenden Band.

Werner Scharpel, mimte den Thummus, der jeden wissen ließ: „Ich bin der Herr im Haus“, seine resolute Frau Treng war Kathi Adam, die „alles weiß“, auch dass ihr Mann das Herz auf den rechten Fleck hat, aber kein Studierter ist und nicht viel im Kopf hat“. Tochter Fichen (Ilse Bartesch): „Joy, ich bin so müde, ich könnte umfallen“, schleppte sich schwerfällig durch die gute siebenbürgische Stube, die als Kulisse diente. Roswitha Wölfel war in die Rolle von Gauner Pitz geschlüpft, der dem Thummus die Kuh aus dem Stall klaute und sich schon darauf freute aus ihr Szegediner Gulasch zu machen. Unterstützt wurde er dabei von Georg Amser als Mirten und Reini Wellmann, den Wirt vom Gasthaus zur wilden Rose.

Gerade als die drei Spitzbuben sich die 650 Kreuzer Erlös vom Verkauf der Kuh teilen wollen, stürzt die Treng ins Gasthaus, will dem Pitz mit den Regenschirm so lange auf den Kopf schlagen, „bis er nicht mehr weiß, wie er heißt“. Kleinlaut geben die Gauner ihr das Geld zurück. Thummus stand währenddessen im Hintergrund, wies zitternd mit dem Finger auf die Ganoven und rief: „Treng, mach schnell mit denen und dann lass uns nach Hause gehen, ich hab Hunger.“ Und die Moral von der Geschichte wurde auch noch kundgetan: „Vertraut nicht jedem Fremden und „haltet eure Frauen in Ehren“.

Der Dank von Gerda Gusbeth ging an die Hobby-Mimen, die über viele Wochen an dem Stück geprobt haben, um die Gäste auch beim 45. Katharinenball mit Spielfreude und Situationskomik zu überraschen. Da die verschiedensten Dialekte gesprochen wurden, hieß es beim Publikum genau aufzupassen. Die Akteure kommen aus Klein-Alisch, Deutsch-Teckes, Roseln, Mediasch und Schässburg. Die neuen Bühnenbilder und eine fast perfekt modellierte Kuh stammten von Georg Janesch und Anneliese Hüll.

Unter Leitung von Regine Melzer erklang vor Beginn des Theaterstücks mit „Grüßt euch Gott, alle miteinander“ und „den Tenören als singende Charmeure“ fröhlicher Gesang vom Chor. Mit „Heißa Kathreinerle“ wurde allen Katharinen zum Namenstag gratuliert, Vorsitzende Anneliese Hüll bezeichnete die Tatsache, dass der Katharinenball mit Theaterstück in Mundart zum 45. Mal von Chor und Laiendarstellern durchgeführt wurde als „großartige Leistung“. Und das war es auch.

Ursula Schenker

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Stimmungsvolles Herbstkonzert des Blasorchesters Siebenbürgen-Drabenderhöhe

Ein stimmungsvolles Erlebnis war das Herbstkonzert des Blasorchesters Siebenbürgen-Drabenderhöhe am 12. November. Die angekündigten „Giganten der Blasmusik“ waren eine Mischung aus beliebten Klassikern im bewährten Wechsel von Polka, Walzer, Marsch sowie Alt und Neu von jungen Komponisten und ließen bei den rund 400 Besuchern im Kulturhaus keine Langeweile aufkommen. Mit diesem Konzert schloss die Veranstaltungsreihe anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Siedlung.


Foto: Christian Melzer

Mit „Die Sonne geht auf“, ein Marsch von Rudi Fischer und der „Sorgenbrecher Polka“ eroberten die Musikerinnen und Musiker gleich zu Beginn unter Leitung des neuen Dirigenten Michael Schumachers die Herzen der Zuhörer. Weiter ging es mit „Böhmisch katholisch“ und harmonischen Walzermelodien. Das vom Vorarlberger Reinhard Schäfer komponierte Stück wurde von Schumachers für Blasorchester arrangiert, zu einer Zeit als er bei den Brauhaus Musikanten als Klarinettist und Saxophonist spielte.

Jürgen Poschner, der mit lockeren Sprüchen als Moderator durchs Programm führte, stellte danach den 28-Jährigen vor, der seit April für Feinschliff beim Blasorchester sorgt: „Er ist gelernter Konditor und wir warten nur darauf, dass er uns auch eine Torte backt.“ Schumachers spielt seit seinem sechsten Lebensjahr B-Klarinette, war unter anderem bei Karl Edelmann/Musikkapelle Altbairische Blasmusik, Bernd Wolf und seinen Original Egerländer Musikanten, dem Symphonischen Blasorchester NRW und dem Musikkorps der Bundeswehr. Von 2004 bis 2010 war er Dirigent der Ammerseer Musikanten, des Jugendblasorchesters Schönau bei Rosenheim, musikalischer Leiter der Blaskapelle Altbairische Dorfmusikanten und des Ensembles Burgberger Klarinettenmusik. Der Berufssoldat, der auch Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon beherrscht, spielt jetzt im Bundeswehrmusikkorps Siegburg und studiert an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf. Außerdem komponierte und arrangierte er böhmische, bayerische und mährische Blasmusik.


„Wo habt ihr denn diese Perle gefunden?“, wurde Poschner in der Pause nach dem Dirigenten gefragt, der nicht nur durch sein musikalisches Können beeindruckte sondern auch mit herzlichem Lachen und offenem Blick sympathisch rüber kam. Der Vorsitzende Andreas Bodendorfer klärte auf: Nachdem die Zusammenarbeit mit Johann Salmen im Frühjahr beendet wurde, „wussten wir erst mal nicht weiter, waren ratlos.“ Aber, wie es heute bei jungen Leuten üblich sei, habe er im Internet eine Anzeige aufgegeben. Michael Schumachers meldete sich und „es passte von Anfang an“. Das war beim Konzert nicht zu übersehen: Blasorchester und Dirigent bildeten eine Einheit, zeigten Spaß und Freude bei ihren Darbietungen.

Zur neuen Generation der Marschmusik gehört Martin Scharnagl, der mit seiner Komposition „Von Freund zu Freund“ großen Erfolg verbuchen konnte. Den Drabenderhöher Musiker gelang die von ihm gewünschte schöne und schlichte Einleitung, die rhythmischen Passagen, die im Ohr bleiben mit Andreas Bodendorfer und Roland Hienz als Solisten auf dem Tenor- und Flügelhorn. Auch Michael Klostermann gehört zu den Komponisten mit neuem Stil. Seine „Waschbrett Polka“ und „Fröhliche Tenoristen“ gefielen und brachten die Drabenderhöher ebenso gut rüber wie die „Musikanten mit Herz“, eine Rockpolka von Alexander Pfluger. Hellauf begeistert war das Publikum als Daniel Homm bei der Waschbrett-Polka im bunten Kittel und mit Kopftuch das Waschbrett bearbeitete.


Eine Polka auf Höhenflug ist die „Böhmische Liebe“, die zu den erfolgreichsten Blasmusikschlagern gehört. Steffi Schoger und Ann-Kathrin Wischnewske legten Klarinette und Tenorhorn zur Seite, gingen ans Mikrofon und sangen „Du weißt, ich liebe dich“ und etwas später noch „Weit in der Ferne rauscht der böhmische Wind. Er wird noch wehen, wenn wir nicht mehr sind“ aus „Böhmischer Wind“ von Ernst Mosch. Mit der Polka „Wir Musikanten“ und „Auf der Vogelwiese“, die zum Repertoire eines Blasorchesters gehören, wollten sich die Musiker verabschieden. Das Publikum jubelte jedoch vor Begeisterung, gab Beifall ohne Ende und bat um Zugaben. Besucherin Adda Grün fasste zusammen: „Das war ein gelungenes Konzert aus Tradition und Moderne.“

Vorsitzender Andreas Bodendorfer begrüßte eingangs unter den Gästen Wiehls stellvertretenden Bürgermeister Wilfried Bast, Professor Dr. Friedrich Wilke (stellv. Landrat), Enni und Harry Janesch (Kreisvorsitzende und Ehrenvorsitzender Verband der Siebenbürger Sachsen NRW sowie Günther Scheipner, stellvertretender Landesvorsitzender. Bodendorfer erinnerte daran, dass das Blasorchester auf Initiative von Robert Gassner vor 50 Jahren gegründet wurde und an die 50-Jahrfeier der Siedlung im Juni mit dem Musikerfest. Michael Hartig, Hans Frim und Jürgen Poschner gehörten zu den Dirigenten aus Reihen der Musiker.

Bodendorfers Dank ging noch an Steffi Schoger, die im Vorfeld dafür sorgte, dass alle aktiven Musiker, nebst Dirigent, in siebenbürgischen Trachten auftreten konnten. Für die schöne herbstliche Dekoration im Saal hatte sich Musikerin Anke Wischnewske stark gemacht.

Ursula Schenker

Eine Bilderserie finden Sie hier…